Kinostart: 08. Dezember 2011
Länge: 2 Stunden 26 Minuten
Regie: Tate Taylor
Genre: Drama
Land: USA
Bewertung: ♥♥♥♥♥
(Quelle Bilder : filmstarts.de)
"You is smart. You is kind. You is important!"
„The Help“ spielt im Mississippi der 60er Jahre und erzählt eine Geschichte über den harten Alltag afroamerikanischer Haushaltshilfen in wohlhabenden Südstaatenfamilien.
Inhalt
Die junge Reporterin Skeeter (Emma Stone) bewirbt sich nach ihrer Ausbildung um einen Job bei der regionalen Zeitung in Jackson. Sie bekommt den Job und soll fortan eine Kolumne mit hilfreichen Tipps für den Haushalt verfassen. Sie hat jedoch keinerlei Ahnung vom Haushalt und bittet deswegen die Haushaltshilfe Aibeleen (Viola Davis) um Rat. Als die beiden ins Gespräch kommen, wird der aufmerksamen Skeeter immer bewusster, wie schlecht Aibeleen und auch andere Haushaltshilfen von ihren wohlhabenden weißen Vorgesetzten behandeln werden. Als dann auch noch Skeeters Freundin Holly Holbrook (Bryce Dallas Howard) ein Gesetz durchsetzen will, dass Farbigen fortan verbieten soll, die familiären Toiletten zu benutzen, beschließt sie etwas zu unternehmen. Sie möchte das Schicksal der Haushaltshilfen in einem Buch zusammenschreiben und veröffentlichen. Dies widerspricht nicht nur dem bestehenden Gesetzen der Zeit, sondern könnte für alle Beteiligten ein gefährliches Ende nehmen. Trotz allem beschließt Aibeleen sich Skeeter zu öffnen und sie an ihrer Geschichte teilhaben zu lassen. Sie wird nicht die Einzige sein, die sich an Skeeter wenden wird. Und auch Skeeter selbst findet sich immer mehr zurückversetzt in ihre eigene Kindheit.
Meine Meinung
Das Drama „The Help“ hat mich sehr berührt! Ich weine sehr selten in Filmen, doch in diesem, konnte ich die Tränen nicht unterdrücken. Der Film spricht eine sehr ernste Thematik an und greift ein Problem der US-Amerikanischen Geschichte wieder auf. Gerade jetzt wo in den Medien wieder über die Rassengleichheit in den USA diskutiert wird, zeigt der Film, wie tief diese Probleme sitzen und wo sie ihre Wurzeln haben.Manch einer mag denken, "Schon wieder ein Südstaaten Film, der die Rassenproblematik thematisiert". Für mich aber ist der Film viel mehr. Es zeigt Schicksale von afroamerikanischen Frauen auf, die ihr eigenes Leben und ihre Familie zurück stellen müssen, um die Kinder wohlhabender Familien zu erziehen. Dafür erhalten sie aber kein Lob oder Anerkennung, sondern oft nur Ablehnung. Besonders berührend ist, welch starke Beziehung die Kinder zu den Haushaltshilfen aufbauen und wie tragisch es ist wenn diese die Familie wieder verlassen müssen. Die Haushälterinnen übernehmen dabei oft die Rolle der Mutter. Diese Leichtigkeit der Kinder, die keinen Unterschied machen zwischen der Hautfarbe, schenkt dem Film eine positive Ausstrahlung. Gerade die Beziehung von Aibeleen zu der Tochter ihrer Vorgesetzten, hat mich tief im Herz getroffen. Diese Frau, gezeichnet durch ein Leben voller Ungerechtigkeiten, dass dem Kleinen Mädchen aufzeigt, wie wichtig und wunderschön es ist, egal was die anderen sagen. Der Film ist gefüllt mit kleinen Weisheiten, die die Frauen in ihrem Leben gesammelt haben. Trotz der traurigen und ernsten Thematik schafft Regisseur Tate Taylor es, denn Zuschauer nicht vollkommen zu deprimieren. Denn er zeigt auch, dass im Leben der Haushaltshilfen nicht alles schlecht war. Die Szenen, in denen die engen Freundinnen Aibeleen und Minny (Octavia Spencer) gemeinsam lachen, kochen oder der Kirchenchor singt, vermitteln dem Zuschauer ein optimistisches Gefühl. Gemeinsam für eine Sache einstehen, kämpfen und für einander da sein, dass sind die Eckpfeiler dieses Filmes. Der Film zeichnet sich besonders durch die hervoragende Besetzung der Schauspieler aus. Octavia Spencer und Viola Davis, spielen ihre Rolle herausragend und sehr authentisch. Auch Emma Stone, die ich bisher nur aus Crazy Stupid Love kannte, ist in ihrer Rolle angekommen. Wobei man doch nur schwer glauben kann, dass die schöne Schauspielerin, im Film das hässliche Entlein mimt. Ich liebe amerikanische Filme, die wie dieser, einen Südstaaten Charme haben. Diese kleinen Städtchen, umgeben von großen weiten Feldern und grünen Gärten, mit ihren Häuschen und großen Verandas. Wenn man sich dann auch noch an das englische Original herantraut, wird das Bild, mit dem typischen Südstaaten Akzent komplett. Auch wenn der Film verhältnismäßig lang ist, habe ich mich in keiner Minute gelangweilt.
Fazit
Ein wundervoller und ernster Film, der einen zurückversetzt in eine Zeit voller Ungerechtigkeiten. Aber auch ein Film voller Hoffnung, mutigen Frauen und Träumen. Ich kann ihn nur jedem empfehlen!
Wer von euch hat den Film gesehen oder das Buch gelesen? Was haltet ihr von der Thematik des Films?


